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Jahresrückblick 2016

Wer lässt denn Ende Dezember das ganze Jahr mit seinen Geschehnissen nochmal Revue passieren ? Ich denke zumindest gedanklich wird das der größte Teil von uns Menschen machen. Auch wenn einem das vielleicht nicht direkt bewusst ist. Spätestens wenn ein Freund, Bekannter oder einer aus der Familie vielleicht eine Anmerkung zu seinem letzten Jahr macht, denkt man meistens auch kurz selber an das Eigene.

Aber, das ist ja auch garnicht so verkehrt. Wenn es gut lief, denkt man doch gerne zurück. Sollte es weniger gut gelaufen sein, kann man zumindest versuchen aus etwaigen Fehlern zu lernen und es im kommenden Jahr besser zu machen.

Wir haben selber auch ein wenig in unserem letzten Jahr herumgewühlt und versucht das ein oder andere Highlight davon herauszufiltern um darüber zu erzählen.


Eines unserer Highlights war definitiv der Besuch am Tag der offenen Brennerei, in der Stählemühle in Eigeltingen (Nähe Bodensee).
Alle zwei Jahre hat Christoph Keller die Tore seines Betriebs geöffnet um vielen interessierten Menschen (darunter Gastronomen und Liebhaber edler Brände und Geiste) einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Destillateurs zu geben. Aber nicht irgendein Destillateur. Nein. Wem die Stählemühle bis dahin kein Begriff war, der hat aber mit Sicherheit schon mal etwas vom „Monkey 47“ gehört. Ein Gin – Made in Germany – der in den letzen Jahren an die Spitze der beliebtesten Gins weltweit im wahrsten Sinne des Wortes geklettert ist. Und was hat das mit Christoph Keller zu tun ? Nun ja.. er hat mit Alexander Stein im Jahre 2010 den Gin auf den Markt gebracht.

Aber hier soll es nicht weiter um den Monkey 47 gehen, sondern um den wundervollen Tag in der Stählemühle.

Bevor man also zu diesem Tag der offenen Brennerei gehen konnte, mußte man sich online anmelden und auf eine Bestätigung warten. Damit das Team der Stählemühle darüber Bescheid wusste, wieviele Leute kommen um besser planen zu können. Als wir dann hörten das sich über 3000 Menschen angemeldet haben, blieb uns fast die „Spucke“ weg.
Hinzu kam der Hinweis, dass es sich um den letzen Tag der offenen Brennerei handeln würde, den Christoph Keller ausrichtet. Es  ist verständlich, dass es einfach zu zeitaufwendig ist, in einem reinen Produktionsbetrieb, der gleichzeitig aber auch Wohn- und Rückzugsort der Familie ist und normalerweise nie Publikum empfängt, so etwas auszurichten.
Natürlich hat uns diese Nachricht ein wenig traurig gestimmt, aber auf der anderen Seite auch wieder glücklich, weil wir die Chance hatten, das erste und letzte mal dabei zu sein.

Das Portfolio an Edelobstbränden und Geisten die Christoph Keller zu bieten hat ist einfach unglaublich. Es gibt sie in allen nur erdenklichen Geschmacksrichtungen. Darunter viele Kräuter, Gewürze, Obst und auch Gemüse. Es sind einfach zu viele, um diese hier einzeln aufzuzählen. Wir kannten schon vor unserem Besuch den ein oder anderen Brand bzw. Geist, aber noch lange nicht alle, die uns interessierten. Da diese allerdings nicht so günstig in der Anschaffung sind,  hatten wir bisher nicht die Möglichkeit um so viele Sorten zu kosten. Und genau diese Möglichkeit bekamen wir am Tag der offenen Brennerei. Für einen kleinen Betrag pro Glas, der lediglich die Kosten gedeckt hat, konnte man so viel ausprobieren wie man wollte. Erschwerend kam nur hinzu, dass bei so einer Menge von Menschen der Platz knapp wurde und sich überall sehr lange Schlangen gebildet haben. Das hat unserer kleinen Familie jedoch nicht den Spaß verdorben und wir haben das beste daraus gemacht. Wir hatten Glück mit dem Wetter und dazu noch  jede Menge Spaß.

Dieser eine Tag gehört definitiv zu unseren Highlights des bald vergangenen Jahres.
Wer mehr über die Stählemühle erfahren möchte, sollte einfach mal auf der Homepage www.staehlemuehle.de nachschauen. Dort findet man viele Infos und auch die Möglichkeit die Köstlichkeiten zu bestellen. Eins möchte ich aber noch sagen, bitte lasst euch nicht von den Preisen abschrecken. In dem Betrieb ist alles auf kleine Mengen und Handarbeit mit genauer Selektion ausgelegt. Das ganze kostet sehr viel Zeit und es braucht viel Liebe und Leidenschaft zum Detail. Meiner Meinung nach ist genau das der kleine Unterschied, zwischen einem Markenschuh für 100€ und einem handwerklich individuell hergestellten Schuh eines Schuhmachers für 1000€.

Wer gerne erstmal probieren möchte, kann auch eine der Bars aufsuchen, die Produkte von der Stählemühle anbieten. Mir persönlich fallen zwei Stück ein.
Das Seiberts in Köln und das Le Lion bzw. der Pine Room in Hamburg.
Beide gehören zu den Top Bars in Deutschland und bieten eine sehr schöne Auswahl an Edelbränden aus der Stählemühle und eigenen Cocktailkrationen.

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